Villingen-Schwenningen

Franziskanermuseum

 

Das Franziskanermuseum mit der Abteilung „Keltisches Fürstengrab Magdalenenberg“ liegt inmitten der gut erhaltenen historischen Innenstadt Villingens. Die Dauerausstellung zeigt die etwa 6 mal 8 Meter große hölzerne Grabkammer, die in das Jahr 616 v. Chr. datiert wird. Sie ist heute das beeindruckendste Exponat im Franziskanermuseum und gilt als größter hallstattzeitlicher Holzfund Mitteleuropas. 1890 wurde der Hügel erstmals archäologisch untersucht und durch den Großherzoglichen Konservator Ernst Wagner wissenschaftlich ausgewertet. Die Ausgräber stellten fest, dass das Zentralgrab antik beraubt war. Der Leiter der zweiten wissenschaftlichen Grabung, Konrad Spindler, der später durch den Ötzifund berühmt wurde, entdeckte 126 Nachbestattungen in der Hügelschüttung. Er fand auch die Spaten der Grabräuber, die das Zentralgrab bereits kurz nach der Bestattung des Fürsten plünderten. Die wichtigsten Funde aus dem Grabhügel werden im Museum gezeigt. Die Fundstelle Magdalenenberg liegt südlich von Villingen und kann vom Franziskanermuseum aus in einem 40-minütigen Fußweg erreicht werden.

Keltenpfad MagdalenenbergLogoKeltenpfad-k

Der Magdalenenberg als größter frühkeltischer Grabhügel in Mitteleuropa kann ganzjährig umrundet und bestiegen werden. Schautafeln informieren vor Ort über die wichtigsten geschichtlichen Ereignisse wie die Entdeckung der Grabkammer und die Ausgrabung des gesamten Hügels. Durch interaktive Elemente wird die Einmaligkeit des hallstattzeitlichen Fundorts für die Besucher erfahrbar.
Der Grabhügel liegt rund 30 Minuten Fußweg vom Franziskanermuseum mit der Dauerausstellung ‚Keltisches Fürstengrab Magdalenenberg‘ entfernt, gekennzeichnet durch das Keltenpfad-Logo mit dem Bild eines Vogels. Der Keltenpfad beginnt in der Nähe des Riettors, dem westlichen Stadttor der mittelalterlichen Befestigung Villingens. Führungen können über das Franziskanermuseum gebucht werden.


Öffnungszeiten

Franziskanermuseum:
Mittwoch bis Sonntag und an Feiertagen 13 bis 17 Uhr

Der Eintritt in der Dauerausstellung ist frei

AR-Spiel GeheinmisGräberei

Im Museum kann das Augmented-Reality-Spiel „GeheimnisGräberei“ ausgeliehen werden, das die Besucher auf eine Spurensuche durch die Ausstellung führt. Rund um den Hügel und quer durch dessen Geschichte begleitet die interaktive App „Der verlorene Pfad“.


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