Naturhistorische Gesellschaft Nürnberg präsentiert Sammlungsschätze in 3D auf bavarikon

Mit dem vorliegenden Projekt der Naturhistorischen Gesellschaft Nürnberg (NHG) zusammen mit bavarikon konnte eine zeitgemäße Möglichkeit realisiert werden, interessierten Laien und Wissenschaftlern die herausragenden Stücke der Sammlungen der Naturhistorischen Gesellschaft zu präsentieren. Neben dem bedeutsamen Meteorit von Untermässing werden ausgewählte Schätze der Vorgeschichtssammlung als dreidimensionale Modelle vorgestellt und damit einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
bavarikon ist die digitale Schatzkammer des Freistaats Bayern. Das Onlineportal macht das vielfältige kulturelle Erbe Bayerns weltweit kostenlos zugänglich und richtet sich sowohl an die breite kulturinteressierte Öffentlichkeit als auch an wissenschaftliche Nutzerinnen und Nutzer. Mittlerweile sind mehr als 570.000 Inhalte von mehr als 200 Kultureinrichtungen online. bavarikon ist ein Gemeinschaftsprojekt des Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst und des Staatsministeriums für Digitales. Die Bayerische Staatsbibliothek trägt den laufenden redaktionellen, technischen und organisatorischen Betrieb.
Die Naturhistorische Gesellschaft wurde 1801 gegründet und nach einer Phase der Passivität 1846 wiederbelebt. Bis heute ist die NHG einer der größten ehrenamtlich arbeitenden wissenschaftlichen Vereine Deutschlands. Die NHG bietet ihren Mitgliedern in zehn Abteilungen die Möglichkeit, im Zusammenwirken von Fachleuten und Laien wissenschaftlich tätig zu sein. In Vorträgen, Exkursionen, Ausstellungen, Kursen und Veröffentlichungen will die NHG ihrem Ziel, der Vermittlung von Wissen an die Allgemeinheit in den Bereichen Natur und Mensch, Naturschutz und Denkmalpflege, gerecht werden.
Die NHG unterhält das Freiland-Aquarium und -Terrarium in Stein bei Nürnberg sowie das Naturhistorische Museum in der Nürnberger Innenstadt. Das Museum präsentiert Dauerausstellungen zu Geologie, Karst- und Höhlenkunde, einheimischer Vorgeschichte sowie Ethnologie. Herausragend ist die Ausstellung zu Petra in Jordanien, die europaweit die einzige ihrer Art nördlich der Alpen ist. Museum und Sammlungen werden bis heute rein ehrenamtlich betreut.
Die Abteilung Geologie der Naturhistorischen Gesellschaft Nürnberg verfügt über mehr als 40.000 Objekte. Die umfangreichen Sammlungen gliedern sich in die Bereiche Mineralogie, Gesteinskunde, Meteoritenkunde sowie eine bedeutende paläontologische Sammlung von Fossilien. Der regionale Schwerpunkt liegt auf Nordbayern.
Daneben beherbergt die NHG die bedeutendste Sammlung zur regionalen Vorgeschichte in Nordbayern. Mit den Hortfunden von Henfenfeld und Mögeldorf sowie den Funden von Hammer und Unterkrumbach liegen überregional wichtige bronzezeitliche Zeugnisse vor. Der Schwerpunkt der Sammlung liegt auf der Eisenzeit und wird im Museum mit der Nachbildung des Wagens von Gaisheim eindrucksvoll dargestellt. Das aufwändige Schmuckgehänge von Kirchenreinbach sowie die figürlichen Darstellungen aus Speikern und der Beckerlohe zählen zu den herausragenden Funden dieser Epoche. Mit der Veröffentlichung ausgewählter Objekte auf bavarikon werden diese bedeutenden Zeugnisse der Natur- und Kulturgeschichte Nordbayerns nun digital bewahrt und weltweit zugänglich gemacht. Die neuen 3D-Modelle ermöglichen sowohl interessierten Besucherinnen und Besuchern als auch Forschenden einen Zugang zu den Sammlungsbeständen der Naturhistorischen Gesellschaft Nürnberg.

Öffnungszeiten Museum:
Dienstag – Donnerstag, Sonntag 10.00 – 17.00 Uhr
Freitag 10.00 – 20.00 Uhr
Samstag 13.00 – 17.00 Uhr
Museum Tel.: 0911 23 17 331
Internet: www.nhg-museum.de
E-Mail: Info@nhg-nuernberg.de
Verwaltung Tel.: 0911 22 79 70
Internet: www.nhg-nuernberg.de