Standenbühl

Der keltische Donnersbergstandebuehl-logo

Auf dem Hochplateau des Bergs befinden sich die Reste einer zweigeteilten keltischen Ringwallanlage (Oppidum), die mit insgesamt 8,5 km Länge die drittgrößte nördlich der Alpen war. Sie wurde in der Latène-Zeit, etwa 150 v. Chr., errichtet und nahm eine Fläche von 240 Hektar ein. Ein kleines Teilstück der Mauer wurde rekonstruiert.

Im Innern des Walls (und das ist bisher einmalig) befindet sich eine Viereckschanze. Die gesamte Anlage wurde etwa 50 v. Chr. auf friedlichem Wege geräumt. Am sogenannten Schlackenwall laufen seit dem Jahr 2004 Ausgrabungen mit dem Ziel, eine keltische Glasproduktion nachzuweisen. Erste Grabungsergebnisse machen die These wahrscheinlich, dass die Kelten Rhyolith in Öfen verglast haben, um so zu Rohglas zu gelangen, das zur Herstellung von Schmuck und Gebrauchswaren weiterverwendet wurde. Neben der Viereckschanze und der Glasproduktion wurden ein bronzener Achsnagelkopf sowie Münzen, der Leuker (keltischer Stamm) gefunden.

In jüngerer Zeit gab es weitere Funde bronzener Metallteile, z. B. eine Bronzehülse mit Doppelkopf. Sie war vermutlich die Spitze eines keltischen Trinkhorns.


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